Wie in jedem Jahr hieß es für den Spielmannszug des SV Rot-Weiß Großörner das vergangene Pfingstwochenende mit vielen Auftritten zu bestreiten. Am Freitagabend wurde dieses erlebnisreiche Wochenende mit dem traditionellem Augsdorfer Pfingstfeuer eingeleitet. Nach einem Umzug durch die Ortschaft wurde auf dem Festplatz das Feuer angezündet und die Spielleute gaben in einem etwa einstündigen Konzert noch einige weitere Titel zum Besten. Einen schönen Abschluss an diesem Abend stellte das von der Feuerwehr durchgeführte Feuerwerk um 22 Uhr dar.
Bereits einen Tag darauf brach der "harte Kern" in die bekannten Gefilde der Pfingstgesellschaft Ahlsdorf 1824 e.V. auf, um mit den Pfingstburschen die Vertreibung des Winters einzuläuten. Während des Schürzenballs wurde viel getanzt, gesungen und gefeiert und die schlechte Laune des Winters fand gar keinen Platz.
Sonntagmittag folgten die restlichen Erwachsenen des Spielmannszuges den mutigen Vorreitern und trafen um die Mittagszeit auf viele bekannte Gesichter, die in ausgelassener Stimmung strahlten. Das erhoffte "Gutwetter" stellte sich ein, so dass Spielleute, Pfingstburschen und Gäste während des folgenden Umzuges ganz schön ins Schwitzen gerieten und sich der ein oder andere auch die Nase verbrannte. Mit kühlen Getränken und etwas Schatten konnte jedoch für Erfrischung und weitere Musik gesorgt werden.
Im Anschluss an den Umzug ging es für einige Spielleute wieder nach Hause, andere entschlossen sich, in Ahlsdorf die Nacht zum Tag zu machen. Kein Wunder, dass für diese die Nacht vom Sonntag zum Montag praktisch nicht existierte. Sprichwörtlich liegt ja Morgenstund' Gold im Mund, weshalb früh um fünf das große Wecken begann, damit zwei Stunden später die Spielleute mit frischer Musik den Marsch zur Waldpartie beginnen konnten. Frisch stellte sich aber nicht nur die Musik dar, die am Montagmorgen zum zweiten Mal von den Nachwuchsspielleuten unterstützt wurde, sondern auch das Wetter. Während des Konzerts auf der Pfingstwiese, bei dem sich der Spielmannszug des SV Rot-Weiß Großörners mit den Dippelsbacher Blasmusikanten wie gewohnt abwechselte, störten leichte Regenschauer das fröhliche Treiben, doch konnten die grauen Wolken mit viel Gelächter vertrieben werden.
So wurden dann auch die Mutigen, die um die Mittagsstunde in den Fischteich sprangen, wieder trocken und erwärmt. Bald ging es dann durch den tiefen, dunklen und matschigen Wald zurück zum Festpark, wobei der Marsch durch den Tunnel mit lautem Getöse eines Horntitels alljährlich für Ohrenschmerzen, aber auch für Freude sorgen konnte. Im Festpark trennten sich dann allmählich die Wege der Pfingstburschen und Spielleute, was jedoch nicht von langer Dauer sein wird, da letztere beim Umzug zu Kleinpfingsten wieder dabei sein werden.
Ein stressreiches, jedoch schönes Pfingstfest neigte sich damit dem Ende entgegen.
Die Freude auf das Nächste ist jedoch schon groß.
Die Bilder von Augsdorf und Ahlsdorf sind in der Fotogalerie verfügbar.

